Hoppla, wir leben!

Mittwoch, 26. Oktober 2016 - 20:00

Cuvilliéstheater, München

"Hoppla, wir leben!" von Ernst Toller

Foto: Thomas Dashuber

Hoppla, wir leben!

von Ernst Toller

Die Welt ist ein Irrenhaus. Diesen Eindruck hat zumindest der junge Gefühlsrevolutionär Karl Thomas, der als Aktivist eines gescheiterten Volksaufstandes nach acht Jahren Psychiatrie in die neugegründete Republik zurückkehrt. Auf der Suche nach seinen ehemaligen Mitstreitern irrt er durch Ministerien, Schlafzimmer und Hotels. Entsetzt vom Irrwitz der reaktionären Zustände und von der Tatenlosigkeit seiner “Genossen” beschließt er, ein Exempel zu statuieren.

Mit seinem tragikomischen Gesellschaftspanorama der Weimarer Republik eröffnete Ernst Toller (1893-1939), selbst Revolutionär in der Bayerischen Räterepublik und politischer Häftling, 1927 die neue Bühne von Piscator in Berlin.

Anne Lenk lässt in ihrer Neuinszenierung im historischen Cuvilliéstheater das Alte sich im Heute spiegeln und Karl Thomas in der politischen Konkursmasse Demokratie nach freimütigen, ehrlichen Menschen suchen, fern von Angst und Selbstzufriedenheit. Während in den Hotels dieser Erde Minister mit Großindustriellen ihre Rüstungsgeschäfte feiern und Populisten den Sturz der Demokratie vorbereiten, versinkt der einfache Bürger in Lethargie. Hoppla, wir leben?

Die Regisseurin Anne Lenk (*1978) inszeniert, nach Arbeiten in Augsburg (u. a. Brechts “Trommeln in der Nacht”) und am Hamburger Thalia Theater sowie ihren beiden Münchner Uraufführungen von Franz Xaver Kroetz‘ “Du hast gewackelt” und Nis-Momme Stockmanns “Phosphoros”, Tollers politische Dichtung als ein zeitgenössisches Spiel über die Folgen aktueller Revolutionen und die Grenzen und Krisen der bürgerlichen Demokratie.

Hoppla, wir leben! was last modified: August 11th, 2016 by vollblutTEAM

Geächtet

Donnerstag, 27. Oktober 2016 - 20:00

Residenztheater München

Geächtet von Ayad Akhtar

Foto: Matthias Horn

Geächtet

von Ayad Akhtar

Deutsch von Barbara Christ

Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum: Der Sohn pakistanischer Einwanderer ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in New York. Er trägt teure Hemden, genießt gutes Essen und wohnt in einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut. Er funktioniert. Seine Strategie heißt Assimilation – sein Problem Identität. Denn Integration bedeutet im Post-9/11-Amerika für Amir die Abkehr von den eigenen Wurzeln, wie dem Islam. Anders seine Frau Emily: Die weiße Amerikanerin ist aufstrebende Malerin und hat durch die Kunst die islamische Kultur für sich entdeckt. Als bei einem Abendessen mit ihrem jüdisch-amerikanischen Kurator Isaac und dessen afroamerikanischer Frau – Amirs Arbeitskollegin Jory – eine Diskussion über religiöse Traditionen eskaliert, verliert Amir inmitten aller Positionen die Kontrolle, holt zum Befreiungsschlag aus und bringt das eigene Selbstbild ins Wanken. In seinem Debutstück diskutiert Ayad Akhtar anhand aufgeklärter Karrieristen im vermeintlich politisch korrekten Fahrwasser hochaktuelle, brennende Themen der USamerikanischen Gesellschaft zwischen Patriot Act und Integration, alltäglichem Rassismus und Terrorismus. 2013 wurde „Geächtet“ mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet.

Geächtet was last modified: August 10th, 2016 by vollblutTEAM

Geächtet

Freitag, 21. Oktober 2016 - 20:00

Residenztheater München

Geächtet von Ayad Akhtar

Foto: Matthias Horn

Geächtet

von Ayad Akhtar

Deutsch von Barbara Christ

Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum: Der Sohn pakistanischer Einwanderer ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in New York. Er trägt teure Hemden, genießt gutes Essen und wohnt in einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut. Er funktioniert. Seine Strategie heißt Assimilation – sein Problem Identität. Denn Integration bedeutet im Post-9/11-Amerika für Amir die Abkehr von den eigenen Wurzeln, wie dem Islam. Anders seine Frau Emily: Die weiße Amerikanerin ist aufstrebende Malerin und hat durch die Kunst die islamische Kultur für sich entdeckt. Als bei einem Abendessen mit ihrem jüdisch-amerikanischen Kurator Isaac und dessen afroamerikanischer Frau – Amirs Arbeitskollegin Jory – eine Diskussion über religiöse Traditionen eskaliert, verliert Amir inmitten aller Positionen die Kontrolle, holt zum Befreiungsschlag aus und bringt das eigene Selbstbild ins Wanken. In seinem Debutstück diskutiert Ayad Akhtar anhand aufgeklärter Karrieristen im vermeintlich politisch korrekten Fahrwasser hochaktuelle, brennende Themen der USamerikanischen Gesellschaft zwischen Patriot Act und Integration, alltäglichem Rassismus und Terrorismus. 2013 wurde „Geächtet“ mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet.

Geächtet was last modified: August 10th, 2016 by vollblutTEAM

Geächtet

Mittwoch, 28. September 2016 - 19:30

Residenztheater München

Geächtet von Ayad Akhtar

Foto: Matthias Horn

Geächtet

von Ayad Akhtar

Deutsch von Barbara Christ

Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum: Der Sohn pakistanischer Einwanderer ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in New York. Er trägt teure Hemden, genießt gutes Essen und wohnt in einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut. Er funktioniert. Seine Strategie heißt Assimilation – sein Problem Identität. Denn Integration bedeutet im Post-9/11-Amerika für Amir die Abkehr von den eigenen Wurzeln, wie dem Islam. Anders seine Frau Emily: Die weiße Amerikanerin ist aufstrebende Malerin und hat durch die Kunst die islamische Kultur für sich entdeckt. Als bei einem Abendessen mit ihrem jüdisch-amerikanischen Kurator Isaac und dessen afroamerikanischer Frau – Amirs Arbeitskollegin Jory – eine Diskussion über religiöse Traditionen eskaliert, verliert Amir inmitten aller Positionen die Kontrolle, holt zum Befreiungsschlag aus und bringt das eigene Selbstbild ins Wanken. In seinem Debutstück diskutiert Ayad Akhtar anhand aufgeklärter Karrieristen im vermeintlich politisch korrekten Fahrwasser hochaktuelle, brennende Themen der USamerikanischen Gesellschaft zwischen Patriot Act und Integration, alltäglichem Rassismus und Terrorismus. 2013 wurde „Geächtet“ mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet.

Geächtet was last modified: August 10th, 2016 by vollblutTEAM